Ein Blog der
Erzgebirgs­sparkasse

Unser Berufsschulstart unter besonderen Bedingungen

by Marcel Meester
Berufsschule

Glück Auf, Ihr Lieben!

Mein Name ist Leon Reichel, ich bin 17 Jahre jung und im ersten Ausbildungsjahr zum Bankkaufmann. Derzeit bin ich in der Filiale Olbernhau eingesetzt. Zur Ausbildung bei der Erzgebirgssparkasse bin ich durch ein Schülerpraktikum in der 7. Klasse gekommen. Ich konnte damals schon erste Eindrücke sowohl vom Arbeitsablauf am Schalter, als auch in der Beratung sammeln. Dies hat mir so gut gefallen, dass ich mich in der 10. Klasse beworben habe. Heute möchte ich euch meine Eindrücke zu unserem, etwas anderem Berufsschulstart schildern.

Nachdem wir die ersten Wochen in der Filiale erfolgreich gemeistert hatten, begann Anfang Dezember für uns vier Azubis des 1. Lehrjahres der erste Berufsschulblock.

Als wir am ersten Tag unseren Klassenraum betraten waren wir sichtlich nervös und wir fragten uns, wer und was uns wohl in den kommenden Wochen erwarten wird, wie unsere neuen Mitschüler wohl sein werden und ob unsere neuen Lehrer wohl nett sein würden. Wir merkten allerdings schnell, dass wir da nicht die einzigen waren und somit verflog die Nervosität auch wieder schnell, als unsere stellvertretende Klassenlehrerin den ersten Tag mit einer Vorstellungsrunde begann. Hier konnten wir uns erst einmal gegenseitig näher kennenlernen und erfuhren, dass unsere Mitschüler von vielen verschiedenen Banken und Sparkassen aus der Region kommen.

Nachdem dies geschafft war, ging es auch schon zum Fachlichen über.

Neben vielen organisatorischen Dingen, die für den anstehenden Berufsschulblock zu klären gab, haben wir auch erste Einblicke in die Unterrichtsthemen erhalten, die uns in den kommenden Wochen beschäftigen sollten. So haben wir erfahren, dass es einen neuen Lehrplan gibt.

Was ist das Besondere am neuen Lehrplan?

Die bisherigen Unterrichtsfächer werden zukünftig durch „Lernfelder“ ersetzt. Diese sind bankspezifischer und praxisnaher ausgestaltet. Sie sollen so besser und detaillierter die Berufspraxis unterstützen.

Ganz verschwunden sind die „herkömmlichen“ Fächer allerdings nicht, denn Deutsch, Englisch oder auch Gemeinschaftskunde haben wir trotzdem noch, aber der Fokus liegt ganz klar auf den Lernfeldern. Im ersten Lehrjahr geht es für uns zum Beispiel mit:

* „Konten für Geschäfts- und Firmenkunden führen“
* „Die Eigene Rolle im Betrieb und Wirtschaftsleben mitgestalten“
* „Konten für Privatkunden führen und Zahlungsverkehr abwickeln“
* „Kunden über Anlagen auf Konten und staatlich gefördertes Sparen beraten“ und
* „Allgemeine Verbraucherdarlehensverträge abschließen“ los.

Insgesamt sind es 13 Lernfelder während unserer gesamten Ausbildungszeit.

Doch was verbirgt sich hinter den verschiedenen Lernfeldern?

Grundsätzlich baut jedes Lernfeld aufeinander auf. Lernen wir beispielsweise im Lernfeld 4 – „Kunden über Anlagen auf Konten beraten“, welche verschiedenen Dienstleistungen, wie beispielsweise Zahlungsverkehrsleistungen, Geldanlageleistungen und auch Finanzierungsleistungen, Banken anbieten. Kommen anschließend im Lernfeld 5 – „Allgemeine Verbraucherdarlehensverträge abschließen“ die einzelnen Kreditarten zunächst für Verbraucher und welche Vorschriften dabei zu beachten sind. Ihr seht also die Lernfelder behandeln keine absolut gegensätzlichen Themengebiete wie zum Beispiel Deutsch und Mathe, sondern bauen themenbezogen aufeinander auf. Sodass wir Stück für Stück unser Fachwissen immer weiter vertiefen können.

Aber warum lief unser erster Berufsschulblock nun anders als erwartet?

Natürlich war uns bewusst, dass dieses Jahr wohl auch beim Berufsschulstart ein besonderes Jahr werden würde, aber das die Berufsschule schon so schnell wieder enden würde, damit hatte keiner gerechnet. Denn nach drei Tagen war schon wieder Schluss. Als wir am vierten Tag in der Schule waren, erfuhren wir, dass ab der kommenden Woche „Lernen in häuslichem Umfeld“ also Homeschooling angesagt war. So haben wir ab der zweiten Woche unsere Aufgaben über die Onlineplattform „LernSax“ erhalten und durften diese dann individuell zu Hause oder in der Sparkasse lösen. Rückblickend betrachtet, hat dies sogar ganz gut funktioniert, da wir bei Fragen jederzeit den entsprechenden Fachlehrer kontaktieren konnten.

Inzwischen haben wir den ersten Berufsschulblock erfolgreich abgeschlossen und sind in unsere Filialen zurückgekehrt. Wir freuen uns jedoch alle darauf, die anderen hoffentlich bald wieder zu sehen.

Hat dieser Beitrag dein Interesse geweckt?

Auch in Zukunft werden wir hier weitere Beiträge rund um das Thema Ausbildung bei der Erzgebirgssparkasse posten. Weitere Informationen über die Ausbildung bei der Erzgebirgssparkasse findest du hier.

Bleibt dran  🙂

Autor: Leon Reichel
(Auszubildender)

 

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Schlagwort: Ausbildung
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